Das Wichtigste im Überblick
- Der Veranstalter stellt warme Schutzoveralls und Regenjacken bereit. Darunter tragen Sie Kleidungsschichten für die 2-hour Fahrt mit dem Schnellboot.
- Nehmen Sie Thermounterwäsche, Fleece und eine winddichte Zwischenschicht mit. Arktische Gischt und Geschwindigkeit verursachen selbst im Sommer Windchill.
- Tragen Sie geschlossene Schuhe mit gutem Halt. Die Decks bleiben bei schnellen Manövern während der Walbeobachtung nass und rutschig.
- Eine Mütze und Handschuhe halten Sie warm, wenn Sie auf dem Boot der Witterung ausgesetzt sind. Ein Sicherungsband verhindert, dass sie ins Meer verloren gehen.
- Verstauen Sie Handys und Kameras in wasserdichten Hüllen. RIB-Schnellboote wirbeln während der Tour über alle Sitzplätze hinweg Gischt auf.
Was der Veranstalter an Bord bereitstellt
Die RIB-Schnellboottouren in Húsavík stellen standardmäßig warme Schutzoveralls bereit, die für alle Passagiere obligatorisch sind. Diese Ganzkörperanzüge schützen während der zweistündigen Fahrt durch die Skjálfandi Bay vor Windchill und Gischt. Bei Bedarf sind auch Regenjacken erhältlich, die zusätzlichen Schutz vor dem bei hoher Geschwindigkeit entstehenden Meerwassernebel bieten. Beide Teile werden vor der Abfahrt angepasst, kommen Sie daher rechtzeitig, damit Sie passend ausgestattet werden können. Die Overalls sind dafür ausgelegt, über den Kleidungsschichten getragen zu werden, die Sie darunter anhaben. Sie sollten deshalb nicht so eng sitzen, dass sie Ihre Bewegungsfreiheit oder Durchblutung einschränken.
Ein spezialisierter Guide begleitet die Tour und kommentiert während Ihrer Zeit auf dem Wasser live, wobei er auf das Verhalten der Wale, Papageitaucherkolonien und die arktische Tierwelt hinweist. Dank seines Fachwissens verstehen Sie besser, was Sie sehen, und die Chancen auf eindrucksvolle Sichtungen steigen. Nehmen Sie einen Notizblock mit oder nutzen Sie Ihr Handy, um interessante Fakten festzuhalten, besonders wenn Sie nach der Tour mehr über Islands Meereswelt erfahren möchten.
Basis- und Zwischenschichten unter dem Overall
Auch wenn der Veranstalter Overalls bereitstellt, ist das Schichtsystem darunter entscheidend, damit Sie während der zwei Stunden in arktischer Luft und Gischt warm bleiben. Beginnen Sie mit einer wärmeisolierenden Basisschicht aus Merinowolle oder synthetischem, feuchtigkeitsableitendem Material statt Baumwolle, die Schweiß speichert und bei Nässe ihre Isolierwirkung verliert. Tragen Sie über der Basisschicht eine Fleece- oder Wollschicht, um die Körperwärme zu halten. Viele Passagiere unterschätzen, wie kalt sich zwei Stunden auf offenem Wasser anfühlen, besonders in Islands nördlichen Gewässern, wo die Temperaturen das ganze Jahr über kühl bleiben.
Die Kombination aus Wind, Bewegung und Gischt beschleunigt den Wärmeverlust weitaus stärker als stilles Stehen an Land. Tragen Sie, falls vorhanden, lange Thermoleggings unter Ihrer normalen Hose, da die Sitzplätze des RIB Ihre Beine dem direkten Wind aussetzen. Dicke Woll- oder Thermosocken machen ebenfalls einen spürbaren Unterschied für Komfort und Wärme an den Füßen. Sobald Sie den Sicherheitsoverall geschlossen haben, können Sie Ihre Kleidungsschichten nicht mehr anpassen. Wählen Sie daher lieber etwas mehr Isolierung, statt während der Tour zu frieren.
Ein warm eingepackter Gast in leuchtend orangefarbenen Overalls wird während der Überfahrt von arktischen Wellen bespritzt
Schuhe mit Halt auf nassem Schnellbootdeck
Tragen Sie geschlossene Schuhe oder Stiefel mit Gummisohle, die auf nassen Flächen Halt bietet, denn das Deck des RIB wird durch Gischt und Wasser schnell rutschig. Turnschuhe mit gutem Profil sind geeignet, speziell für Wassersport entwickelte Schuhe oder rutschfeste Deckstiefel bieten jedoch besseren Halt. Vermeiden Sie Schuhe mit glatten Sohlen, Flip-Flops oder Sandalen, da Sie beim Wechseln der Sitzplätze oder beim Aussteigen ausrutschen können. Bei rauem Wasser hebt und rollt das Deck, daher ist ein sicherer Stand eine Frage der Sicherheit und nicht nur des Komforts.
Neoprenschuhe für Wassersport sind ideal, falls Sie welche besitzen, da sie Ihre Füße zusätzlich isolieren. Wenn Sie normale Turnschuhe tragen, achten Sie darauf, die Schnürsenkel fest zu binden, damit die Schuhe an Ihren Füßen bleiben, falls Sie sich schnell bewegen müssen. Nasse Socken sind auf einer RIB-Tour kaum zu vermeiden. Nehmen Sie daher ein Ersatzpaar mit, das Sie nach der Tour und Ihrer Rückkehr nach Húsavík anziehen können.
Schutz für Mützen, Brillen und Sonnenbrillen
Tragen Sie eine Beanie, Wollmütze oder eng anliegende Kappe, die bei Windböen sicher sitzt und unter die Kapuze Ihres Sicherheitsoveralls passt. Baseballkappen und Hüte mit breiter Krempe werden oft weggeweht oder vom Wind erfasst, und Kopfbedeckungen im Meer zu verlieren, ist gleichermaßen ärgerlich wie vermeidbar. Eine Mütze schützt Ihre Kopfhaut zudem vor direkter Sonnenreflexion auf dem Wasser, die die Belastung während des arktischen Sommers mit seinen langen Tagen verstärkt.
Wenn Sie eine Brille oder Kontaktlinsen tragen, sichern Sie Ihre Brille mit einem Sportband oder wechseln Sie für die Tour zu Kontaktlinsen. Gischt und Wind lassen Brillen unbequem sitzen, und auf einem schnell fahrenden Boot besteht ein echtes Risiko, sie über Bord zu verlieren. Sonnenbrillen mit Seitenschutz verringern die Blendung durch das Wasser und schützen Ihre Augen vor Salzgischt; polarisierte Gläser reduzieren Reflexionen und helfen Ihnen, Walflossen und Papageitaucher an der Oberfläche zu entdecken. Nehmen Sie Ihre Sonnenbrille in einem Schutzetui mit, damit Sie sie bei Bedarf sicher abnehmen können, ohne Beschädigungen zu riskieren.
Kameras und Handys bei hoher Geschwindigkeit schützen
Salzgischt und Meerwasser sind die größten Gefahren für Elektronik auf einem RIB-Schnellboot. Wasserdichte Handyhüllen für Meeresumgebungen halten Ihr Gerät funktionstüchtig, wenn es bespritzt oder kurzzeitig untergetaucht wird. GoPro-Kameras oder Actionkameras an Brustgurten sind bei Walbeobachtungstouren beliebt, weil sie beide Hände freilassen und Gischt standhalten. Bewahren Sie Ihr Handy in einem verschlossenen Trockensack oder einem Hartschalenetui in einer Innentasche Ihres Overalls auf, statt in einer Außentasche, die leicht von Gischt erreicht wird.
Wenn Sie eine klassische Kamera mitnehmen, verwenden Sie eine wasserdichte Kameratasche oder einen Rucksack und nehmen Sie sie nur zum Fotografieren heraus, bevor Sie sie sofort wieder verstauen. Die beste Position zum Fotografieren ist meist im hinteren Bereich des RIB, wo die Gischt weniger stark ist, doch ein sicherer Griff ist wichtiger als der Standort. Nehmen Sie ein Mikrofasertuch mit, um Ihr Objektiv zwischen den Aufnahmen zu trocknen. Lassen Sie teure Kameraausrüstung besser an Land, wenn Sie sich mit Salzeinwirkung unwohl fühlen. Der Guide und andere Passagiere halten oft hervorragende Momente mit Wildtieren fest, die Sie nach der Tour gern mit Ihnen teilen können.
Taschen, Snacks und persönliche Gegenstände an Bord
Ein kleiner Rucksack oder Tagesrucksack ist praktisch, um persönliche Gegenstände vor und nach der Tour zu transportieren, große Taschen sind auf einem fahrenden RIB jedoch schwer zu handhaben. Verstauen Sie Ihre Tasche in einem sicheren Schließfach oder einem dafür vorgesehenen Bereich an Bord, statt sie während der Fahrt festhalten zu wollen. Viele Passagiere lassen Taschen lieber im Hotel oder Fahrzeug und nehmen nur das Nötigste mit: Geldbörse, Handy, Kamera und eine leichte Schicht, die Sie bei Wärme während des körperlich aktiven Ein- und Aussteigens ausziehen könnten.
Die beengten Sitzplätze auf einem Schnellboot bieten nur wenig Platz neben Ihnen, vermeiden Sie daher unnötige Gegenstände. Halten Sie Ihre Taschen und sicheren Innenfächer frei für Tickets, Geld oder einen kleinen Notizblock. Die zweistündige Dauer ist kurz genug, dass Sie keine Mahlzeit benötigen. Bei sonnigem Wetter ist es jedoch wichtig, ausreichend zu trinken. Überlegen Sie, wie Sie nach Ende der Tour etwas trinken möchten, und nehmen Sie eine wiederbefüllbare Wasserflasche mit, die Sie in Húsavík auffüllen können.
Seekrankheit auf einem schnellen Boot vorbeugen
RIB-Schnellboote bewegen sich anders als größere Passagierfähren, mit schnellerer Beschleunigung und stärkerem Auf- und Abbewegungen bei rauem Wasser. Wenn Sie zu Reisekrankheit neigen, sollten Sie vor dem Einsteigen vorbeugende Maßnahmen erwägen. Ein Platz in der Mitte des Boots statt an den Enden kann das Gefühl von Stampfen und Rollen verringern. Richten Sie Ihren Blick auf einen festen Punkt am Horizont, statt direkt auf das Wasser neben dem Boot zu schauen, da dies das Bewegungsgefühl verstärkt und Ihren Gleichgewichtssinn beeinträchtigt.
Essen Sie ein bis zwei Stunden vor der Tour eine leichte Mahlzeit, statt mit leerem Magen oder direkt nach einer schweren Mahlzeit zu kommen. Vermeiden Sie am Vorabend Alkohol, da er die Dehydrierung verstärkt und das Risiko von Übelkeit erhöht. Tragen Sie Sicherheitsoverall und Kleidungsschichten bequem anliegend, damit Ihr Körper warm und gestützt bleibt; Frösteln und körperliches Unwohlsein verstärken die Seekrankheit. Wenn Ihnen während der Tour übel wird, richten Sie den Blick auf entfernte Wale oder die Küste, statt auf Ihre Füße oder das direkt unter Ihnen aufgewühlte Wasser. Die zweistündige Dauer bedeutet, dass leichte Übelkeit meist vor Ende der Tour nachlässt.
